Die Mahd macht's
Ohne die vielfältigen Bewirtschaftungsformen der Bergbauern der Alpenwelt ist die Artenvielfalt auf den Almen gefährdet.
National Geographic Geographica, S. 16,
Februar 2006
NG0206 - Die Pracht alpiner Wiesen und Weiden
verdankt ihren Artenreichtum nicht nur der Natur, sondern
auch den Almbauern: der Vielfalt ihrer
Bewirtschaftungsmethoden und Kulturtraditionen. Das haben
Forscher der Universitäten in Basel und Zürich in den
Schweizer Alpen nachgewiesen.
Je abwechslungsreicher die Nutzung, umso mehr
Pflanzenarten: "In romanisch geprägten Gemeinden", so die
Forscher, "nutzten die Bauern das Land schon immer
vielfältiger. Die Erbteilung führt bei ihnen zu kleineren
Parzellen, und anders als in den germanischen und von den
Walsern geprägten Gemeinden spielte hier neben der
Milchwirtschaft auch Getreideanbau eine Rolle." Für die
Erhaltung der Diversität sei es notwendig, die Vielfalt der
Nutzungsformen beizubehalten.
"Ein Rückzug der Landwirtschaft im Alpenraum hätte
schwerwiegende ökologische Folgen", warnen die Forscher. Wo
selten gemäht und die Parzellen weniger gedüngt würden,
stiege zwar vorübergehend die botanische Vielfalt. Würde
aber das Hegen und Pflegen der Wiesen ganz eingestellt,
erlösche mit der Zeit auch die Blumenpracht.
National Geographic Geographica, S. 16,
Februar 2006
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