Unser Auge im All
Gibt es Rettung für das Weltraumteleskop Hubble? Eigentlich sollte unser Auge im All ausgemustert werden, doch jetzt sieht es fast so aus, als würde es sich die Nasa anders überlegen.
National Geographic,
Geographica, S.12, Mai 2004
NG0504 - Nie war das Weltall schöner anzusehen als
durch die Linsen des Hubble-Teleskops. Der Formenreichtum
der Galaxien fasziniert den Laien und bringt den
Wissenschaftlern Erkenntnisse über Werden und Vergehen des
Kosmos.
"Hubble", das Auge des Menschen im All - 500 Kilometer über
dem Erdboden -, schaut bis an die Grenzen des Universums
und an den Beginn unserer Zeit. Dennoch wollte die Nasa
eines ihrer populärsten Projekte im nächsten Jahr auslaufen
lassen.
Anfangs hieß es, man brauche des Budget für den bemannten
Flug zum Mars. Zuletzt wurde verbreitet, man wolle
vorläufig keine Astronauten mehr mit dem Shuttle
hochschicken, eine Spätfolge der "Columbia"-Katastrophe im
Jahr 2003. Der geplante bemannte Wartungsflug im Jahr 2005
fällt aus.
Dennoch muss dies nicht der Anfang vom Ende der
"Hubble"-Ära sein wie bis vor kurzem befürchtet. Weltweit
versuchen Forscher, die Entscheidung der Nasa zu
revidieren. Und die reagierte inzwischen: Man werde prüfen,
ob nicht auch Roboter die notwendigen Wartungsarbeiten am
Teleskop vornehmen können.
National Geographic,
Geographica, S.12, Mai 2004
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