Frischwasser aus dem Spind


Ein deutscher Ingenieur entwickelt eine Entsalzungsanlage, die mit Sonnenenergie arbeitet und doch so effizient und klein ist, dass sie in die kleinste Hütte passt.

National Geographic, Geographica, S. 14, März 2004


NG0304 - Weil Trinkwasser auf der Welt knapp ist, werden in vielen Regionen Meer- und Brackwasser in gewaltigen Anlagen entsalzen. Das frisst Energie und ist teuer. Eine Alternative für ärmere Länder sind Entsalzer, die mit Solarenergie betrieben werden. Sie waren bisher aber wenig effizient.

An der Universität Bochum hat Thomas Brendel, mittlerweile Ingenieur der Firma Rexxon in Kiel, einen Prototyp entwickelt, der klein ist wie der Spind in einem Umkleideraum und der Trinkwasser kostengünstig und umweltfreundlich noch in der kleinsten Hütte liefern soll.

Die Anlage lasse sich weitgehend mit Teilen aus dem Baumarkt montieren. Der Wasserspender könnte - mit finanzieller Hilfe durch den Staat oder Hilfsorganisationen - sogar für ärmere Familien bezahlbar sein. Und nicht nur auf dem Land, sondern auch auf hoher See könnte die kleine Zelle Meerwasser in Trinkwasser verwandeln.

National Geographic, Geographica, S. 14, März 2004

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Die Texte 2004