Verhütung bei Pflanzen unsicher


Sterilität als Verhütungsmittel bei Pflanzen, um die Verbreitung gentechnischer Veränderungen zu unterbinden, ist heute noch nicht sicher, sagt das Umweltbundesamt.

National Geographic, Geographica, S. 18, April 2003


NG0403 - Gentechnisch veränderte Gehölze - resistent gegen Schädlinge oder unempfindlich gegen Herbizide - drängen auf den Markt. Auch dieser "Bonsai"-Rhododendron (siehe Bild) ist das Ergebnis einer Erbgutveränderung. Die neuen Eigenschaften sollen aber nicht unkontrolliert weitergegeben werden. Daher versuchen Wissenschaftler, die transgenen Pflanzen vermehrungsunfähig zu machen.

Dies gelingt noch nicht sicher genug, ergab jetzt eine Studie für das Umweltbundesamt (UBA) in Berlin. Bedenklich ist dies vor allem bei Bäumen. Sie werden viele Jahrzehnte alt, und damit steigt das Risiko, dass Fortpflanzungsschranken durch Mutationen durchlässig werden. "Eine Markteinführung wäre wegen ungelöster Sicherheitsfragen noch nicht zu verantworten", sagt Ina Ebert, die beim UBA die Forschungen koordiniert.

National Geographic, Geographica, S. 18, April 2003

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