Menschenaffen durch Ebola und Jagd bedroht
Die Menschenaffen Afrikas sind viel stärker bedroht als bisher angenommen.
Süddeutsche Zeitung,
Panorama, 8. April 2003
SZ080403 - Ein internationales Team von
Primatologen spricht in Nature von einem "katastrophalen
Einbruch der Bestände von Schimpansen und Gorillas" in den
vergangenen zwanzig Jahren. Demnach ist die Zahl der Affen
seit 1983 um 56 Prozent zurückgegangen. Die Forscher
stützen ihre Aussage auf die Zählung von Schlafnestern in
Gabun.
Laut Peter Walsh von der Princeton University werden die
Affen unter anderem durch Ebola und die Jagd mit
automatisierten Fallen bedroht. Würde dieser Trend
fortgeschrieben, gäbe es in 33 Jahren nur noch ein Fünftel
des heutigen Bestandes. Darum sollten auf der Roten Liste
der gefährdeten Tierarten Gorillas und Schimpansen von
"gefährdet" zu "stark gefährdet" hoch gestuft werden. "Wenn
wir nicht sofort handeln, werden unsere Kinder in einer
Welt ohne wilde Menschenaffen leben", warnt Walsh.
Süddeutsche Zeitung,
Panorama, 8. April 2003
zurück
zu: Die Texte 2003